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VHPI ASPV 1. Februar 2026 0 Comments

Düsseldorf, 27. Januar 2026 –
Chemiepaletten (CP-Paletten) sind seit 1991 der Palettenstandard in der Chemielogistik. Die European Pallet Association e.V. (EPAL) hat mit großen Chemieunternehmen ein Update der technischen Spezifikationen durchgeführt, das den problemlosen Einsatz von EPAL CP-Paletten in automatisierten Logistikprozessen gewährleistet. Durch die Integration der CP-Paletten in den EPAL-Palettenpool profitiert die Chemieindustrie von der unabhängigen Qualitätssicherung der EPAL. Zugleich erfüllen die Chemieunternehmen mit dem Einsatz von EPAL CP-Paletten die Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) an die Wiederverwendbarkeit von Transportverpackungen.


Chemie-Paletten (CP-Paletten) sind zu Beginn der 1990er-Jahre von der Chemieindustrie in Zusammenarbeit mit den Herstellern von Holzpaletten entwickelt worden, darunter auch viele Hersteller von EPAL-Paletten. Aufgrund der besonderen Abmessungen von Behältern für Chemieprodukte, wie z. B. Fässer, Sackwaren, Big Bags oder Oktabins, sind für den Transport und die Lagerung von Chemieprodukten besondere Palettenformate erforderlich. Seit 1991 werden daher in der Chemielogistik neun Typen von CP-Paletten verwendet (CP1-CP9) und haben sich zum Industriestandard entwickelt.
Seit einigen Jahren sind jedoch Probleme beim Einsatz von CP-Paletten aufgetreten. Die fehlende Qualitätssicherung von CP-Paletten hat dazu geführt, dass CP-Paletten in der Praxis häufig nicht mehr eine einheitliche und genormte Qualität aufgewiesen haben. EPAL reagierte bereits im Jahr 2018 hierauf und führte die EPAL CP-Paletten ein, welche in den vergangenen Jahren kontinuierlich Marktanteile gewonnen haben, insbesondere in internationalen Lieferketten. Mehrere große Chemieunternehmen haben im Jahr 2025 angekündigt, ab 2026 ausschließlich EPAL CP-Paletten zu kaufen und einzusetzen. Gleichzeitig haben die Chemieunternehmen mit EPAL eine Zusammenarbeit zur Weiterentwicklung der technischen Spezifikationen von CP-Paletten begonnen.

Dirk Hoferer, Präsident der EPAL:
„CP-Paletten gibt es seit 1991, also seit 35 Jahren. Es ist daher Zeit für ein Update, um die einheitlich hohe Qualität von CP-Paletten zu gewährleisten, indem die unabhängige Qualitätssicherung der EPAL ein Teil der Chemielogistik wird. Ebenso wichtig ist es uns aber, den Unternehmen und Verbänden der Chemieindustrie ein ständiges Forum zu bieten, in dem die Anforderungen der Chemieindustrie an die CP-Paletten und das Know-how der Hersteller von Holzpaletten zusammengeführt werden. Wir werden in den kommenden Wochen alle Unternehmen und Verbände
der Chemieindustrie dazu einladen, Teil dieses Forums zu werden und mit uns über die CP-Palette der Zukunft zu sprechen.“
Für die Entscheidung großer Chemieunternehmen zur Verwendung von EPAL CP-Paletten gibt es mehrere Gründe:
Die Qualitätssicherung der EPAL gewährleistet die hohe Qualität von EPAL CP-Paletten. Das ist beim Transport von Chemieprodukten und Gefahrgütern besonders wichtig.
Mit der zunehmenden Automatisierung von Logistikprozessen sind auch einheitliche und zuverlässige Abmessungen der CP-Paletten wichtig. Bereits wenige Millimeter Abweichung bei den Paletten-Abmessungen können dazu führen, dass Störungen bei der automatisierten Beförderung oder Einlagerung von beladenen CP-Paletten auftreten. Die Normierung und die Qualitätssicherung der EPAL sind daher von besonderer Bedeutung für die fortschreitende Automatisierung der Chemielogistik.
Ebenso bedeutsam sind regulatorische Anforderungen. Am 11.02.2025 trat die EU-Verpackungsverordnung (PPWR – Packaging and Packaging Waste Regulation) in Kraft. Darin ist u. a. geregelt, dass ab 2030 mindestens 40 Prozent der Transportverpackungen wiederverwendbar sein müssen. Für Transporte zwischen Betrieben desselben Unternehmens und für Transporte in einem EU-Mitgliedsstaat gilt sogar ein 100-Prozent-Wiederverwendungsziel. Dies betrifft auch CP-Paletten. Als wiederverwendbar gelten Paletten und andere Verpackungen allerdings nur dann, wenn sie Teil eines Wiederverwendungssystems sind, das den Anforderungen der PPWR entspricht. Der EPAL-Palettenpool ist ein solches Wiederverwendungssystem. Mit dem Einsatz von CP-Paletten gewährleisten die Chemieunternehmen daher die PPWR-Konformität ihrer Palettenlogistik.

Jarek Maciążek, Präsident der EPAL:
„CP-Paletten haben sich seit 1991 zum internationalen Industriestandard der Chemielogistik entwickelt. Neue Herausforderungen, wie die Automatisierung und Digitalisierung von Logistikprozessen und die gesetzliche Verpflichtung zur Wiederverwendung von Paletten in einem Wiederverwendungssystem, erfordern aber eine Anpassung des etablierten Systems. Mit der Integration von CP-Paletten in den EPAL-Palettenpool möchten wir die Chemieindustrie bei der Erfüllung der qualitativen und regulatorischen Anforderungen unterstützen und gemeinsam mit der Chemieindustrie den neuen Industriestandard für die Chemiepaletten-Logistik definieren.“
Der Einsatz von qualitätsgesicherten EPAL CP-Paletten optimiert auch die Dauer der Wiederverwendung von Paletten. Qualitativ hochwertige EPAL CP-Paletten können über mehrere Jahre hinweg eingesetzt und wiederverwendet werden. Das reduziert Kosten und fördert die Nachhaltigkeit der Chemielogistik. Die Teilnahme an der Kreislaufwirtschaft des EPAL-Palettenpools ist daher auch ein wichtiger Aspekt in der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Chemieunternehmen.
Der nächste Entwicklungsschritt wird die Digitalisierung der EPAL CP-Paletten sein. Die Kennzeichnung von EPAL CP-Paletten mit QR-Codes ist bereits vorbereitet und erlaubt die einfache Rückverfolgung von Warentransporten, was in der Chemieindustrie besonders wichtig ist. Auch der Einsatz von aktiven Trackern bei EPAL CP-Paletten ist Gegenstand der Fortentwicklung von EPAL CP-Paletten im EPAL Innovation Lab.

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